deutschBürgertum Museum WF - Ein Bürgeoisie-Museum ohne Arbeiterschaft

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Bild Ein „Bürger Museum“ für „Unsere liebe, kleine Herzogstadt“ Wolfenbüttel
In Wolfenbüttel ist ein neues Museum eröffnet worden. Es trägt den Namen "Bürger Museum". Als vor ein paar Jahren über die Errichtung dieses stadtgeschichtlichen Museums diskutiert wurde, sollte es anders werden als das, was nun auf dem Bibliotheks-Campus in der ehemaligen "Jahn-Turnhalle" eingerichtet worden ist. Gegenüber der Braunschweiger Zeitung hatte sich im November 2005 der damalige Leiter des Schlossmuseums, Dr. Henning Grote so geäußert: "Die Geschichte Wolfenbüttels seit 1750 muss aus der Sicht der Einwohner dargestellt werden." Und: "Wir brauchen Geschichte von unten, Informationen über Proletarier und Großbürger." Dr. Paul Raabe hatte sich eine Verwirklichung des Projektes nur nach der Aufstellung eines auf breite Forschung gestützten Konzeptes vorstellen können. Was haben wir jetzt bekommen? Keinesfalls das, was vor 12 Jahren angedacht worden war. Eine Stadtgeschichte ohne historische Arbeiterschaft. Es scheint, als hätten die "Bürger" die Fabriken, die Villen, die Schulen uns Straßen usw. selber errichtet. Sogar Herzöge haben beim Bauen mitgeholfen und Maurerkellen und Wasserwaagen geschwungen. Bei Stadtführungen kann man schon mal diesen Satz hören: Herzog Heinrich hat die Heinrichstadt erbaut.

Bild Vom Bürgertumsmuseum zum Museum für Stadtgeschichte
Appell an Wolfenbütteler Gewerkschafter, Linke, Grüne und an SPD-Mitglieder, die die Wurzeln der Sozialdemokratie im historischen Proletariat noch nicht vergessen haben.

Bild Eine Vitrine ohn Informationswert?
Das unterschriebene Foto einer eher unbekannten Schauspielerin und eine Figur mit historischen Wimpeln mit magerer Erläuterung für Besucher, die damit nichts anfangen können.