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Anmaßende Nachschnüffelei?

Im Mai 2018 hat sich Dr. Manfred Wolfrum (AfD) in einem Ausschuss des Wolfenbütteler Kreistages als Nachschnüffler in Wolfenbüttel geoutet: Er informierte die Ausschussmitglieder, er habe Inhalte von fremden Biotonnen kontrolliert. Diese Äußerung in Verbindung mit der Frage nach Geschlechtsverstümmelungen im Landkreis Wolfenbüttel geriet in der Ausschusssitzung zu einer peinlichen Angelegenheit. Lesen Sie den Bericht von Wolfrum, veröffentlicht auf der Website des AfD-Kreisverbandes Wolfenbüttel: (https://www.alternative-wolfenbuettel.de/forum/viewtopic.php?f=5&t=2970#p59239)

„Unsägliche Äußerung von FDP-Försterling
AfD fordert Kreistag auf, die unmenschlichen, zynistischen und frauenfeindlichen Aussagen des Herrn Försterling zu verurteilen


"Försterling, im Kreistag wie im Landtag gerne bemüht, sich als „moralische Instanz“ aufzuspielen, verhielt sich in der 11. Sitzung des KT-Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Integration am 31.05.2018 in ungeheuerlicher Weise. Das AfD-Kreistagsmitglied Dr. Manfred Wolfrum hatte vorher auf den hohen Plastikanteil in den Wolfenbütteler Biotonnen hingewiesen, den er bei einigen Überprüfungen dieser Tonnen regemäßig fände.

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Er hatte sich des Weiteren nach der allgemeinen Regelung und Zulässigkeit bezüglich des Verbringens von tierischem Abfallmaterial in den Wolfenbütteler Bio-Tonnen erkundigt. In der betreffenden Ausschusssitzung vom 31.5. wollte Dr. Wolfrum nun erfragen, inwieweit laufende Geschlechtsverstümmelungen von Frauen im Landkreis Wolfenbüttel bekannt geworden seien und was der Landkreis zu tun gedenke, diesen Frauen zu helfen, nicht dieser körperlichen und seelischen Tortur ausgeliefert zu sein. Immerhin gebe es ca. 50.000 geschlechtsverstümmelte Frauen in Deutschland.

Nun wurde die FDP in Person von Herrn Försterling aktiv und stellte den anfangs beschriebenen Zusammenhang beider Themen her. Er rief Dr. Wolfrum zu (wie dies aus dem Tonprotokoll hervorging), dass „…Wolfrum ja in seinen Mülltonnenüberprüfungen nachsehen könne, ob er weibliche Geschlechtsteile findet und dies dann dem Amt melden möge“.

Mit dieser Kombination beider Themen und der abwertenden Bezugnahme auf weibliche Geschlechtsteile hat Försterling seine frauenverachtende und sexistische Positionierung unter Beweis gestellt. Er diskriminiert damit Frauen und versucht gleichzeitig, ein Problem, das auch in Wolfenbütteler Mädchen und Frauen auf grausamste Weise betreffen kann, ins Lächerliche zu ziehen. Die von ihm getane Äußerung ist an Zynismus und Verachtung nicht zu überbieten.
Dr. Manfred Wolfrum"


Inzwischen hat mich Wolfrum bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Ich erfuhr davon durch eine „Einladung“ der Wolfenbütteler Polizei mit einer „Vorladung als Beschuldigter“ zum 5.11.2019 um 9.30 wegen eines „Ermittlungsverfahrens“.

Tatvorwurf: AfD-Abgeordneten als Doktor des Nationalsozialismus bezeichnet.
Ereigniszeit: Mo., 12.8.2019, 00.00 Uhr


Mir ist nicht bekannt, dass ich einen Abgeordneten als „Doktor des Nationalsozialismus“ bezeichnet habe. Meint Dr. Wolfrum etwa meine Nachschnüffelbezeichnung „n.s.“? Zum obigen Termin bin ich auf Anraten meines Anwalts nicht hingegangen. Dieses Verfahren wird erst weiter gehen, wenn mein Anwalt die angeforderten Unterlagen des Falles erhalten hat.





Dieses Beschnüffeln von Nachbarn oder Mitbürgern hat in den beiden Diktaturen - „Drittes Reich“ und DDR - zu Denunziationen von Menschen mit schlimmen Folgen geführt.

Im „Dritten Reich“ gab es den „Blockleiter“ und die „Hauswarte“. Sie waren für die gesamte politische Lage in Häuserblocks zuständig. Benahmen sich Bewohner nicht gemäß der nationalsozialistischen Ideologie musste sie der Blockleiter dem NSDAP-Kreisleiter melden. Das machte aus vielen Blockleitern Kleintyrannen, deren Denunziationen man ausgeliefert war. (Quelle: Das Grosse Lexikon des „Dritten Reiches“, S. 78)

Praktisch in jedem Mietshaus in der DDR gab es seit 1953 „Hausvertrauensmänner“, Mitglieder der SED und Stützpunktleiter der „Nationalen Front“. Sie hatten ebenfalls politische Überwachungsaufgaben. Besonders bekannt geworden sind Denunziationen von Hausbewohnern, die Westfernsehen anschauten. (Quelle: DDR-Handbuch, Band 1, S. 596)